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Tad über »Die Stimme der Finsternis«

Stimme der Finsternis, im folgenden nur »Stimme« genannt, damit ich keinen Schreibkrampf kriege, war ganz zu Anfang eine längere Kurzgeschichte für das Weird Tales Magazine. Noch früher eine Erzählung, die am Ende eines der späten Kreuzzüge spielte, nach der Schlacht von Nikopolis, als die Kreuzritter von Sultan Bajasid I. so richtig verdroschen wurden. Aber man hatte mich gebeten, eine Geschichte für eine Anthologie zu schreiben, die "Arabian Knights" heißen sollte, und da habe ich den Schauplatz geändert. Die ursprünglichen Figuren waren fränkische Kreuzritter, die in den Bergen von einem Vampir verfolgt wurden.
Die Geschichte wurde zu lang für die Anthologie, also ging sie an Weird Tales.

Als man mich ein paar Jahre später bat, daraus eine Novelle zu machen, steckte ich bereits mitten in meiner Trilogie [d. h. die Osten-Ard-Geschichte, A.d.Ü.], aber da man mir vorschlug, mit einem Ko-Autor zu arbeiten, wollte ich mir die Sache überlegen. Als sich dann Nina Kiriki Hoffman anbot, sagte ich sofort zu. Nina ist eine tolle Autorin, und ihr solltet euch auf der Stelle etwas von ihr besorgen und lesen (ihr Roman "The Thread that Binds the Bones" wäre kein schlechter Anfang).

Nina und ich besprachen, was wir einfügen wollten, damit die Erzählung länger wurde - was hauptsächlich bedeutete, daß wir mehr Geschichten hinzufügten und einige Szenen ausbauten, die ursprünglich nur beiläufig erwähnt wurden, wie der Überfall der Räuber. Daraufhin schrieb Nina einen Entwurf, den ich umschrieb, und so ging es hin und her, bis wir zufrieden waren.

Um eine häufig gestellte Frage zu beantworten: Der Richard Burton, dem das Buch gewidmet ist, ist NICHT der Schauspieler, der Elizabeth Taylor geheiratet hat, sondern der Schriftsteller und Entdecker aus dem 19. Jahrhundert gleichen Namens. Wenn ihr wissen wollt, was ein wirklich ungewöhnliches Leben ist, verrückter und weit interessanter, als jedes je erfundene sein kann, dann sucht nach einer Biographie von Richard Burton. Ziemlich cool der Typ.

Einige haben die »Stimme« nicht gelesen, nur weil sie sehr kurz ist, und in der Tat, die Schrift in einigen Ausgaben ist ziemlich groß, damit die Geschichte länger aussieht, doch ich meine, sie ist lesenswert - und zwar in der kurzen wie in der längeren Version. Sie handelt eigentlich nicht von Vampiren oder Kreuzrittern oder so was, sondern vom Erzählen, und das ist mir von allen Dingen auf der Welt das liebste.

© Copyright by Tad Williams
© deutsche Fassung, Copyright by Klett-Cotta Verlag Stuttgart


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Infos zum Buch: Stimme der FinsternisZum Buch: + Die Stimme der Finsternis
 

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